zenti in enzed
Sommeranfang, vierter Advent ???
Für alle, die es noch nicht wissen, ja wir leben noch. Ich muss ja zugeben, dass ich die letzte Zeit etwas faul war und das Schreiben etwas vernachlässigt habe. Aber heute ist Sonntag und da sollte man nicht nur faulenzen. Darum hier ein paar News von der südlichen Halbkugel.
Wie die Überschrift es schon sagt, ist heute Sommeranfang und gleichzeitig der vierte Advent. Wie ihr euch denken könnt ist uns noch gar nicht nach Weihnachten. Obwohl die Geschäfte nach X-Mas aussehen und es schon eine Santa-Parade im November gab, kommt das „Feeling“ bei 20-25 Grad und Sonnenbrandgefahr nicht so richtig rüber. Wobei man natürlich nicht vergessen darf, das wir in Wellington leben und damit der Wind und auch der Regen immer dazu gehören.
Aber was ist die letzten Wochen bzw. Monate so alles passiert? Nachdem ich zwei oder drei Wochen in Berufsleben eingetaucht war, hab ich auch erst mal zwei Wochen Urlaub beantragt, da ja Besuch aus Deutschland anstand. War auch alles kein Problem und so ging es dann zu fünft bzw. die zweite Woche zu sechst in einem Wohnmobil über die Nord- und Südinsel, was sehr anstrengend (sehr viele km), aber auch sehr schön war, da wir uns riesig gefreut haben, mal wieder bekannte Gesichter aus Deutschland zu sehen und natürlich auch viel erlebt haben. Hier mal nur ein paar Stichpunkte: Delphine, Pinguine, heiße Quellen, Vulkane, Kajaken und Baden im Abel Tasman National Park, Gletscher, Minusgrade und Schneefall in Queenstown, Milford Sound und vieles mehr.
Wie ihr euch denken könnt sind die zwei Wochen wie im Fluge vergangen und der Alltag in Wellington hat uns schnell wieder eingeholt. Auf Arbeit ging es hauptsächlich darum das bestehende Netz am Laufen zu halten und weiter auszubauen. In der letzten Zeit haben wir meistens an einem Projekt für eine Firma gearbeitet, welche in ganz NZ über 300 Farmen besitzt, die mit Telefonen und Internet versorgt werden sollen. So hab ich schon zwei Wochen in Taupo verbracht, um dort ein paar Farmen anzuschließen oder war mal ein, zwei Tage nördlich von Napier unterwegs, um zu schauen, was wir da so machen können. Dies ist oft auch der angenehme Teil der Arbeit, weil ich dann mit dem firmeneigenen Geländewagen irgendwo auf abgelegen Pfaden unterwegs bin, um Farmen oder Berge zu besichtigen. Obwohl ich letztens in Napier den falschen Schlüssel dabei hatte und somit die letzten 3-4 km bergauf zum Turm laufen durfte. Aber was gibt es Schlimmeres als in fast unberührter Natur unterwegs zu sein?
Ansonsten vergehen die Wochen hier wie im Fluge, wobei wir die Wochenenden mit Stadionbesuchen (Fußball), Mountainbiken, Shoppen, BBQs, Ausschlafen und Faulenzen verbringen. So ist auch schon die Weihnachtszeit unbemerkt herangerückt und wir verbringen viel Zeit mit dem Planen unser zukünftigen Reisen. Wir haben vor, das lange Weihnachtswochenende für das Tongariro Crossing zu nutzen und über Silvester werden wir wohl den Whanganui River mit einem Kajak runterfahren. Den Januar müssen wir noch arbeiten, im Februar geht’s dann mit einem Wohnmobil über die Südinsel, im März ist ein Aufenthalt in Sydney und auf Samoa geplant und im April geht es auch schon wieder zurück nach Deutschland (mit Stopover in San Francisco ;-)). Dann ist ein Jahr schon wieder rum, aber noch liegen ja ein paar spannende Monate vor uns.
Ansonsten geht es uns gut hier Wellington, wobei wir letzte Woche anscheinend unseren Glückstag hatten. Ich hab immerhin eine Sonnenbrille bei einem Großhändler gewonnen und Anja hat ja gleich so richtig beim örtlichen Supermarkt abgeräumt, so dass wir in unserer Zeit in Wellington kein Geld mehr für Lebensmittel ausgeben brauchen und auch mal das teure deutsche Bier genießen können (jipiihhhh).

Das soll es auch gewesen sein und wie singt man hier so schön im Stadion:

„Oh Wellington is wonderful. We’ve got the wind, the rain and the Phoenix. Oh Wellington is wonderful …“



Kajaken im Abel Tasman National Park


wieder mal ein lustiges Schild


Mitre Peak im Milford Sound

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